[Rezension] Der Turm der Raben [Rhiannon 1] [Kate Forsyth]

Fakten über das Buch

Verlag: Blanvalet

Seitenzahl: 577
ISBN: 978-3-641-16829-2
Preis: 6,99€
Lesezeitraum: 7/7/16 – 10/7/16


Kurzbeschreibung:

Rhiannon gehört zu einem Stamm von Satyricorns; Wesen, die auch als Gehörnte bezeichnet werden, die meist weit abgeschieden der Städte und Dörfner, in den Bergen Eileanns leben. Schlecht ist nur, wenn einem keine Hörner wachsen, weil der Vater kein Gehörnter war. Für die meisten Kein-Horns sieht es schlecht aus, sie haben die niedrigste Stellung im Stamm und werden verachtet. Rhiannon gehört zu ihnen und wird nur durch ihre Mutter, die Anführerin des Stammes, beschützt.
Doch dies ist kein Leben, welches Rhiannon wirklich behagt. Sie schmiedet Pläne dem Stamm der gewaltätigen Zauberwesen zu entkommen. Dabei helfen soll ihr ein geflügeltes Pferd, welches sie noch zähmen muss.
Doch auch das Leben unter Menschen behagt Rhiannon nicht und jeder ist ein Feind. Ein Glück hat sie Hexenlehrling Lewen an ihrer Seite, der ihr zeigt, dass nicht jeder Mensch gleich ist.


Cover:

754_16829_165304_xxl Also besonders ist das Cover schon mal nicht, so viel
steht fest.
Besonders da sich die Cover bei
den Folgebänden sehr stark ähneln und Abwechslung dort wohl ein Fremdwort ist.
Aber tatsächlich finde ich das gar nicht schlimm, da es auf mich einfach schön wirkt. Entspannt kann man es auch nennen, wenn ihr versteht was ich meine. Schlichtheit kann durchaus auch als schön empfunden werden.


Handlungsverlauf:

Wir werden teils sanft in die Geschichte unserer Protagonistin eingeführt. Es beginnt, selbstverständlich, mit dem Leben im Stamm der wilden Satyricorns. ( Diese kann man, meiner Meinung nach, mit Zentauren vergleichen, nur, dass sie statt 50%, 80-90% Menschen sind. )
Rhiannon hat es gewiss nicht leicht, und das merkt man auch gleich auf den ersten Seiten. Ich würde nicht ihr tauschen wollen. Und da sie dieses Leben auch nicht für lebenswert hält, flieht sie. „Spoiler“, sie schafft es selbstverständlich, sonst würde das Buch nach wenigen Sachen aufhören.
Nach ihrem wilden Ritt auf dem schwarzen geflügelten Pferd trifft sie auf Hexenlehrling Lewen der ihr hilft und sie gesund pflegt. Gemeinsam mit ihm, und weiteren Lehrlingen,  macht sie sich auf den Weg zu dem Ort, wo sie ausgebildet werden und Rhiannon auf magisches Talent getestet werden soll.
Da sie aber auf ihrer Flucht jemanden umgebracht hat, versperren ihr viele Steine den Weg.
Die Geschichte rund um das Satyricorn Mädchen ist durchaus spannend und schön zu lesen. Jede Handlung hat ihre Schwächen, aber so etwas ist normal, menschlich. Was mich jedoch am meisten gestört hat, war Rhiannons schnelles Erlernen der normalen Sprache. Am Anfang waren ihre Sätze, nun ja, keine Sätze. Was will man auch sonst, bei den bruchstückhaften Konversationen in ihrem Stamm, erwarten? Aber was man auf keinen Fall erwartet, ist, dass Rhiannon so schnell das normale Sprechen lernt. Wie ein Wunder.Das nimmt jedoch keinen Einfluss auf die Handlung. Nicht wirklich.

Einige Sachen hätten nicht so genau beschrieben werden müssen, aber das war alles noch im normalen Rahmen. Es kann nicht auf jeder Seite pure Spannung sein, das geht nicht. Aber wenn man einfach ein Stück weiter liest, hat man gleich wieder Spaß an dem Buch, und fragt sich, wie es weitergeht.
Jedoch gibt es einen Punkt der mich stört, den findet ihr unten bei Anmerkungen, da er Spoiler enthält.


Schreibstil, Charaktere, etc.:

Gegen den Schreibstil von Kate Forsyth habe ich grundsätzlich gar nichts einzuwenden, da sich die Geschichte meist locker durchlesen lässt. Aber stink normale, langweilige Sachen muss man nun mal nicht immer wiederholen und genaustens beschreiben, das schadet dem Lesefluss vieler Leute bestimmt. Wobei ich sagen muss, dass es meinen nicht ganz so sehr gestört hat, da ich mich sowieso mehr auf die eigentliche Handlung konzentriert habe und gespannt war, wie es weitergeht.
Forsyth erschafft eine ganz eigene Welt, und das macht sie okay so. Man kann sich sehr schnell darin verlieren und dann wird man von Verwirrung gepackt die einen wieder in die eigentliche Welt grob, aber bestimmt, zurück stößt. Es interessiert mich ganz ehrlich nicht, wer jetzt gerade das schönste Mädchen bei Hof ist und wer mit wem wieso und warum heiraten wird, da ich es ja sowieso nicht verstehe. Mir erging es hierbei wie Rhiannon und das ist kacke. Namen die nie ein Ende finden wollen, Beziehungen die man nicht versteht und nachvollziehen kann, Gebiete die man zu keiner Karte zusammen setzen kann, etc. Erst am Ende des Buches habe ich die Übersicht mit Erklärung der ganzen Personen und Begriffe entdeckt, aber das hat mir dann auch nicht mehr wirklich geholfen und ich hätte wahrscheinlich sowieso nicht die Lust gehabt, beim Lesen ständig mit dem Ebook-Reader nach hinten zu switchen.
Lewen mochte ich. Lewen ist toll. Lewen hat Charakter. Und Lewen und Rhiannon passen einfach verdammt nochmal zusammen und ich hoffe sie bleiben es die ganzen weiteren zwei Bücher noch.
Rhiannon wirkt teils stark overpowert und viel zu gut in allem, aber ihre Schwächen liegen teils halt bei dem Verständnis der Sprache, am Anfang, dem Umgang mit Menschen und ihren Gefühlen, etc. Aber ich mag sie trotzdem. Sie ist stark, hat dieses bad-ass mäßige, was wirklich gut passt. Sie hat Mut und immer eine eigene Meinung. Also alles was eine Hauptcharakterin braucht.
Naja, ja, nur dann sollte sie es nicht während des Buches verlieren und so eine typische 0815 Protagonistin werden. Ich hoffe, sie wird wieder cooler in den nächsten Bänden, auch wenn ich weiß, dass Charaktere sich verändern und das auch müssen. Dennoch, ich mag sie. 0815 wird sie wahrscheinlich nie werden.
Die anderen Charaktere waren immer so, hm, naja, nichts besonderes ehrlich gesagt, außer, dass mir jeder mal auf die Nerven ging und ich am liebsten zu ihnen gegegangen wäre um ihnen eine zu klatschen.
Für nervige Charaktere habe ich gar nichts übrig, und wenn ihr es lest, werdet ihr verstehen, wen ich denn so meine.


Fazit:

Es war ein gutes Buch, aber es hätte besser sein können, es hätte fünf Sterne bekommen können.
Jedoch erhält es von mir wacklige vier, da ich mich in die Geschichte mit ihren Charakteren, trotz ihrer Schwächen verliebt habe und gerne die komplette Trilogie lesen würde.
Meiner Meinung nach gibt es genug Kritikpunkte um einen Stern abzuziehen aber nicht genug, um dies mit zwei Sternen zutun.
Dennoch eine Empfehlung von mir, für alle Fantasyfans.


Anmerkungen:

Können Spoiler enthalten.

Etwas was mich an der Handlung noch sehr gestört hat, war das lange Verweilen in der Burg. Ich hatte wirklich gehofft, sie erreichen die Stadt noch, das mit der Burg ist nur ein Abschnitt, aber nein. Dies war ein sehr enttäuschender Punkt. Schade…
Und Rhiannon sollte sich mal merken, dass ihr Pferd fliegen kann, aber wäre sie immer geflogen, wäre es an einigen Punkten bestimmt langweilig gewesen, aber trotzdem. Sie hat diesen Selbsterhaltungswillen, dass ich das eigentlich erwartet hätte an mehreren Punkten.

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Bloggerportal der Randomhouse Verlagsgruppe erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

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