[Rezension] Das Morgen ist schon immer jetzt [Patrick Ness]

Fakten über das Buch:

Verlag: cbj
Seitenzahl: 400
ISBN: 978-3-641-18978-5 (Ebook)
Preis: 16,99€ (Hardcover) / 13,99 (Ebook)
Orginaltitel: The Rest of Us Just Live Here
Lesezeitraum: 13/7/16 (One-Day-Read)


Kurzbeschreibung:

Mikey ist dieser eine ganz normale Typ, der Typ der nun mal nicht zu der Gruppe von Indie Kids gehört die, die Seelenfresser und Vampire bekämpfen und dabei die örtliche Highschool hochjagen. Nein, Mikeys Probleme sind andere. Er muss den Abschluss schaffen, sich um seine Schwestern kümmern und mit seinen Freunden ihren letzten gemeinsamen Sommer verbringen, bevor sich ihre Wege trennen.

Nur Henna bereitet ihm mehr Kopfzerbrechen als alles andere. Und ganz ehrlich? Den Mut aufzubringen, dem Mädchen seine Gefühle zugestehen, auf das man schon ewig steht, ist viel wichtiger als der bevorstehende Weltuntergang. Und der kommt ja nicht zum ersten Mal.


Cover:

Ich finde das Cover passt perfekt in den Sommer rein und verdeutlicht so gleich einen Hauptpunkt der Story – Freundschaft.
Ich finde die ausgewählten Personen passen auch sehr gut zu den Protagonisten und ehrlich? Ich finde es einfach schön. Allein schon, dass es dieses Sommergefühl hervorruft ist schon toll. Wenn ich es sehe bekomme ich einfach Lust es zu lesen, auch wenn es heißt: Verurteile ein Buch niemals nach seinem Cover.
Ich weiß, ich weiß…


Handlungsverlauf:

Eigentlich dreht sich die Handlung um diese typischen Randfiguren aus Büchern. Um die Personen, die zwar da sind, erwähnt werden, aber nie vertieft werden.
Und genau diese werden von Patrick Ness aufgegriffen und zu waschechten Hauptcharakteren gemacht. Ehrlich gesagt, die Idee finde ich gut, aber wie will man da Spannung reinbringen? Genau das ist der Punkt!

Die Geschichte dreht sich um Mike der zusammen mit seinen Freunden den letzten Sommer verbringen will, bevor sie alle an unterschiedliche Colleges gehen. Eine Liebesgeschichte gibt es ebenso, denn Mike hegt schon seit vielen Jahren Gefühle für Henna. (Was allerdings daraus wird, kann und will ich nicht verraten.)

Nur den Teil fande ich nicht ganz überragend, mal so mal so eben. Sie war halt an einigem Stellen ziemlich flach und das gefiel mir nicht wirklich. :/
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Alles schön und gut, wären da nicht die Indie Kids. Das sind die Kinder, wo jeder denkt, dass sie alle nur Finn heißen. Das tun die meisten sogar. Aber eigentlich sind sie die geborenen Superhelden. Die Art, die schon was mit Vampiren hatte – und sie dann bekämpfen musste.
Deren Geschichte, die parallel dazu verläuft, wird am Anfang jedes Kapitels mit einem Abschnitt erzählt. Leider hatte ich dadurch oft das Bedürfnis, eher die kurz beschriebene Story zu lesen, als die eigentliche, die ja in den Vordergrund gehoben wurde.

Leider fehlte mir die Spannung ab und zu, wobei ich aber sagen muss, dass ich das Buch an einem Abend / (Nacht Zwei Uhr morgens) gelesen habe. Es war trotz ab und zu magelnder Spannung wunderschön zum weglesen geschrieben. Aber es ist halt das normale Leben was mit all seinen Seiten im Vordergrund steht. Alle Probleme, alle Glücksmomente, alle Licht- und Schattenseiten, werden hervorgehoben und man kann einen Blick darauf werfen. Dabei geht das alles natürlich von unserem Protagonisten Mike(y) aus, der aus seiner Perspektive erzählt und in dessen Gefühlswelt wir einen tieferen Einblick haben als in die der anderen.

Aber letzendlich dreht sich das Buch um: Freundschaft, Probleme, Familie und das Leben.


Schreibstil, Charaktere, etc.:

Kurz zum Schreibstil – wunderschön zum weglesen, einfach mit ein paar Schnörkeln, passend – perfekt für dieses Buch und ich liebe es!

Mike ist niemand besonderes. Absolut nicht. Ja, er hat gute Noten und Freunde und so seine Probleme aber eigentlich ist er so gar nicht Protagonisten-tauglich. Dennoch gefiel es mir, dass er derjenige war, aus dessen Blickwinkel man sein Leben, und das der anderen Charaktere, betrachten konnte. Er hat Gedankengänge die man gut nach vollziehen kann und seine Gefühlswelt war mir eigentlich immer verständlich und manchmal empfand ich sogar etwas Mitleid mit ihm.

Mitleid kann man eigentlich mit jedem Charakter empfinden, denn auch alle von Mikes Freunde haben etwas, das sie wohl sympatischer machen soll. Sie sollen nicht perfekt sein, sie sollen Macken haben und perfekt unperfekt sein. Und das sind sie. Man empfindet auch wirklich eine gewisse Sympathie mit ihnen. Diese war jedoch bei mir nicht auf ihre Probleme zurück zu führen.

Es war wegen ihrer Freundschaft. Sie sind so eine tolle Gruppe zusammen und man merkt wie sie für einnander da sind und welche Beziehung sie haben. Und solche Freunde brauch nun mal jeder.


Fazit:

„Das Morgen ist immer schon jetzt“ ist ein gutes Buch was ich auch jedem empfehlen kann, solange er nichts allzu spannendes lesen will, oder irgendwas, was mit den Helden aus unseren Lieblingsbüchern zutun hat.  Jedoch hat es auch so seine Schwächen.

Es fehlt halt die Spannung, es fehlt halt das gewisse Etwas das ich immer so liebe. Und man hat das Gefühl an der Hauptstory vorbei geführt zu werden.

Ich schwanke stark zwischen 3,5-4 Sternen.
Ebenso kann ich verstehen, warum bei diesem Buch die Meinungen auseinander gehen. – Aber für mich war es eben ein „Weglese“-Buch was eine schöne Seite hatte und ich weiterempfehlen kann.


Anmerkungen:

Enthalten Spoiler.

Ich fande Mikeys Zwangsneurose durchaus überzeugend und echt, da ich so etwas in anderer Form und viel leichter ausgeprägt, man kann es eigentlich gar nicht Zwangsneurose nennen, hatte und ihn durchaus verstehen konnte. Ich mochte die Beschreibung seiner Anfälle durchaus und er tat mir leid.

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

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