[Rezension] Skin – Das Lied der Kendra [Ilka Tampke]

Fakten über das Buch:

Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: 480
ISBN:978-3-7645-3143-0
Preis: 19,99€
Lesezeitraum: 24/7/16 – 4/8/16


Kurzbeschreibung:

In Caer Cad bestimmt die Tierhaut ob du jemand bist. Denn für die Bewohner des Stammes bedeutet die Haut alles. Sie ist das Bindeglied zwischen der festen Welt und der Welt der Mütter, zu der nur die Gereisten Zugang haben. Ailia wird niemals auch nur die Chance erhalten eine Gereiste zu werden, und dass obwohl sie über viel Wissen verfügt. Denn Ailia ist eine Waise und ohne Haut. Sie hat demnach keine Rechte. Doch durch einen geheimnisvollen jungen Mann ändert sich alles für Ailia. Plötzlich scheint man ihre Haut zu kennen und sie soll zur stärksten Gereisten ausgebildet werden. Zur Kendra. Dies ist auch nötig wenn sie ihr Land vor den Römern beschützen und ihre große Liebe nicht verlieren will…


Cover:SkinDas Lied der Kendra von Ilka Tampke

Ich finde dass die Farbzusammenstellung des Covers sehr gut ist. Blau und Orange habe ich auch öfter zusammen gewählt und dadurch kommt das Symbol mit den drei Lachsen sehr gut zur Geltung. An sich passt dieses auch gut zur Geschichte, ich kann verstehen warum nicht nur ein Fisch darauf zu sehen ist – das wäre wahrscheinlich zu langweilig. Jedenfalls ist das Cover von Skin gut gewählt & ein echter Blickfang. (Sogar der Buchrücken ist nicht so langweilig, so dass ich kein schlechtes Gewissen dabei habe, es mit dem Rücken hinzustellen 🙂 )


Handlungsverlauf:

Die Geschichte beginnt mit Ailias Aufnahme in der Küche der Stammeskönigin durch Kochmutter, welche schon viele Kriegerkinder aufgezogen hatte. Am Anfang war ich sehr skeptisch gegenüber Kochmutter, das legte sich aber schnell wieder als wir zum nächsten Abschnitt kommen; der großen Versammlung die alle sieben Jahre stattfindet und bei der ein Kind, welches in den letzten sieben Jahren geboren wurde, geopftert wird. So viel vorweg: Ailia überlebt.

Nochmal sieben Jahre später geht dann die eigentliche Geschichte los.

Hierbei muss ich aber bemerken, dass die Handlung für mich alles andere als spannend war und manchmal sehr…komisch. (Mild ausgedrückt.) Ungern möchte ich jetzt die Umstände beschreiben, wie es dazu kommt, dass ausgerechnet unsere hautlose Protagonistin zur Kendra ausgebildet werden soll, da ihr euch ja sonst das Buch sparen könnt.

Allerdings möchte ich einige Sachen hervorheben, die demnach Spoiler enthalten, die mir augestoßen sind und mir einfach nicht gefallen haben. (Ich habe nicht wirklich viele Stellen die mir gefielen. :/ )
Ailia ist während eines großen Teiles der Geschichte 14. Ich meine 14. Also, behaltet das bitte bei den nächsten Dingen im Hinterkopf.

Am Beltaneabend legte sie sich schon zu ihrem ersten Mann, dass einfach so obwohl sie ihn scheinbar gar nicht persönlich mag, nur sein Aussehen eben. Danach verhält sie sich meiner Meinung nach auch nicht ihrem Alter entsprechend sondern wie eine Frau, die dies schon sehr oft gemacht hat, und nichts mehr dafür übrig hat. – Ich weiß ja, dass die Geschichte 43 v. Chr. spielt aber war die Zeit damals wirklich so? Wenn mir jemand genauere Infos geben kann: nur zu.

Sie geht immer wieder in die Nähe des ihr verbotenen alten Waldes bis sie ihn schließlich betritt, natürlich wegen ihrer großen Liebe. Aber dass dafür fast ein Mann gestorben wäre, dem sie hätte Heilkräuter etc. bringen sollen, ist ihr dann auch wieder fast egal. Sie verhält sich naiv und das entspricht dann wieder ihrem Alter.

Und dann kam die komischste Stelle von allen in diesem Buch, ich bezweifle auch je in einem anderen Buch etwas derart komisches gelesen zu haben; sie treibt es mit einem Fisch unter Wasser.

Ja. Lasst es wirken. Ich weiß. – Ich glaube, ich muss dazu nichts mehr sagen.

Dazu kommen später schließlich auch die Reisen ins Reich der Mütter. Ich habe keine wirkliche Ahnung wie ich diese beschreiben soll und es kam mir letztendlich nur vor, als hätte Ailia irgendwelche Drogen zu sich genommen und wäre dann ins Reich der Phantastik eingedrungen.

Versteht mich nicht falsch, ich fande die Geschichte zunächst wirklich gut, habe an das Buch geglaubt aber am Ende wollte ich es einfach nur noch abbrechen und musste mich durchquälen. Und einige Dingen waren wirklich einfach vorhersehbar und haben mich nicht überrascht. Spannung war weg.
Das Ende war aber sehr realistisch und für mich nachvollziehbar. Es war einfach echt und es hat mich überrascht, dass Ilka Tampke Ailias Geschichte so für uns hat enden lassen.


Schreibstil, Charaktere, etc.:

Der Schreibstil war am Anfang zunächst etwas Neues für mich dem ich nicht viel entgegenzusetzen hatte, außer dass er sich nicht so ganz flüssig hat lesen lassen. Später war er für mich nur noch anstrengend, streckend und ich musste mich zum weiterlesen zwingen. Wie will ich eine richtige Rezension schreiben, wenn ich nicht mal zu Ende gelesen habe?

Bei Ailia ist es für mich wie bei dem Schreibstil: gefiel mir am Anfang ganz gut, mit ein paar Fehlern, hat dann aber nachgelassen und mich nur noch genervt. Ich hätte sie am liebsten manchmal angeschrien. Sie war dann teilweise nur noch anstrengend für mich.

Taliesin war für mich dann auch nur ein Nebencharakter. Klar, er ist angeblich die große Liebe unserer Protagonistin aber wo ist denn bitte diese Liebe wenn sie einfach mit einem Anderen schläft? Die Liebe kam ebenso bei mir gar nicht an. Naja- jedenfalls war Taliesin sehr flach, wie allgemein viele Charaktere und ich konnte wirklich zu keinem von ihnen eine Bindung aufbauen.

Ruther war wahrscheinlich der cleverste von allen, denn er hat erkannt, dass die Römer eine Bedrohung waren, hat sich mit ihnen verbündet und sogar einen Friedenspakt ausgehandelt, damit niemand sterben muss und alle ihrem Leben wie gehabt nachgehen können. Ailia wollte er ebenfalls nur beschützen.
Ich mochte ihn nicht wirklich, sein Verhalten gefiel mir manchmal nicht aber er hat immerhin mal nachgedacht und über den Tellerrand hinaus geblickt.


Fazit:

Skin von Ilka Tampke kann von Glück reden, dass es von mir 1,5-2 Sterne bekommen hat. ( 0 wäre ja zu wenig. ) Vieles ist mir gehörig gegen den Strich gegangen, die Charaktere waren flach, die Geschichte war komisch und mühselig zu lesen und zum Schluss musste ich mich immer wieder durch den Jungel der Ungereimheiten kämpfen. Doch dieser Kampf war es einfach nicht wert.


Anmerkungen:

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Randomhouse erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

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