[Rezension] Das Licht der Letzten Tage [Emily St. John Mandel]

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Fakten über das Buch:

Verlag:  Piper
Seitenzahl: 416
ISBN: 978-3-492-06022-6
Preis: 14,99€
Lesezeitraum: 22/11/16 – 04/12/16


Kurzbeschreibung

Hoffnungsvoll düster, schrecklich zart und tragisch schön

Niemand konnte ahnen, wie zerbrechlich unsere Welt ist. Ein Wimpernschlag, und sie ging unter. Doch selbst jetzt, während das Licht der letzten Tage langsam schwindet, geben die Überlebenden nicht auf. Sie haben nicht vergessen, wie wunderschön die Welt war. Sie vermissen all das, was einst so wundervoll und selbstverständlich war, und sie weigern sich zu akzeptieren, dass alles für immer verloren sein soll. Auf ihrem Weg werden sie von Hoffnung geleitet – und Zuversicht. Denn selbst das schwächste Licht erhellt die Dunkelheit. Immer. (Quelle)


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Ehrlich, ich liebe das Cover. Wie könnte ich auch nicht? Die Farben passen perfekt, die klare weiße Schrift und dann die Stadt unten am Buch. Dazu noch mein Lieblingsformat für einen angemessenen Preis: Broschierte Bücher von Piper ❤ Die Klappen sind übrigens auch richtig schön gestaltet und um auf den Punkt zu kommen: Würde ich nur danach bewerten müssen: 5/5 !


Handlung

Auch wenn das jetzt lang aussieht: Es gibt auch hier keine Spoiler!

Also, ehrlich gesagt, kann ich hier nicht so sachlich bleiben wie bei meinen anderen Rezensionen. Leute, ich kann nicht mal richtige Protagonisten benennen!

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Setting der Handlung (Quelle: Auf’s Bild klicken)

Irgendwie ist diese Geschichte nicht wie erwartet. Der Klappentext ist eigentlich kompletter Mist, denn er stimmt überhaupt nicht mit dem Inhalt des Bucher überein und dadurch hat man dann natürlich ganz andere Erwartungen. Sowas hasse ich ja richtig, denn man entscheidet sich ja auch aufgrund des Klappentextes.

Der Inhalt ist mehr als nur frag- und merkwürdig. Anscheinend geht es hier um den Mann, der im ersten Kapitel stirbt. (WAS? Hab ich mich nur gefragt.) Dann hängt irgendwie alles was er gemacht hat zusammen und ebenso die Menschen zu denen er Kontakt hatte. Denn um die scheint sich die Geschichte zu drehen.

Das Setting ist das vor einer Grippewelle, die wahrscheinlich 95% der Menschheit ausgelöscht hat, und nach der besagten Grippewelle. Wir erfahren so viel aus so viel verschiendenen Blickwinkeln, dass man eigentlich nur noch verwirrt sein kann.
Am Anfang dachte ich mir: Ja, komm. Das wird schon. Das läuft alles sicher irgendwann noch zusammen und wird spannend.
Lustig: Das wurde es nicht.

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Leitspruch der Kirsten Raymonde (Quelle: Auf’s Bild klicken.)

 

Wir haben die Sichtweisen von: Arthur ( Der Schauspieler der im ersten Kapitel stirbt), Der Fahrenden Symphonie (eine Gruppe von Überlebenden die Musik spielen und Theaterstücke aufführen), Kirsten Raymonde (Sie hatte als Kind Kontakt mit unserem Verstorbenen Arthur), Jeehvan (einem Paparazzi), Miranda (Arthurs erste Frau), Clark (Arthurs bester Freund) und zwischenzeitlich noch ein paar anderen, die aber nur kurz auftreten. Merkt euch das erst alles mal beim Lesen, da wirst du ja irre im Kopf.

Und wenn ich jetzt hier irgendwie anfangen würde, den Plot zu erklären, dann würden wir morgen noch hier sein. Sorry Leute, aber es geht irgendwie nur um die Leben die alle geführt haben, aktuell führen oder führen werden. Ist ein bisschen viel, ich weiß.
Das ist nicht das was ich lesen wollte oder gar erwartet habe.

Die einzigen Sichtweisen die mir gefallen haben waren manchmal die von Kirsten und Clark, Miranda auch manchmal. Achso: Die letzten 120 Seiten waren das Beste am ganzen Buch.


Schreibstil

Ich mag den Schreibstil von Emily St. John Mandel nicht. Manchmal schon, dann wieder nicht. Er ist viel zu verschachtelt, und das sage ich, jemand, der sowas eigentlich mag. Dann noch vollgepackt mit unnötigen Beschreibungen und Sachverhalten wo ich mir so denke: Ist das ihr ernst? Ehrlich?
Er hat mir einfach nicht zugesagt, auch wenn er manchmal irgendwie Gefühl hervorrufen wollte. Dadurch, dass Mandel aber so verwirrend schreibt, war es für mich einfach nicht möglich, etwas zu empfinden.


Charaktere

Wie ihr ja bereits bei der Handlung gelesen habt, gibt es keine/-n , direkten, Prota über die ich reden könnte. Leider.

Viele ihrer Charaktere sind flach und sie versucht ihnen alle irgendeine tragische Geschichte auzuhalsen damit sie uns sympathischer werden. Mir ist bewusst, dass wenn 95% der Menschen tot sind, die restlichen 5% kein gerade glückliches Leben führen. Das ist schon klar.
Komm ein Charakter wirkte auf mich real oder auch nur ansatzweiße greifbar. Ich denke auch, dass es schwer ist, so viele Charaktere in einer Geschichte gut darzustellen. Dennoch war alles irgendwie doof. (Ich will ja hier nicht ausfallend werden und dann eventuell noch spoilern.)

Für weitere Infos könnt ihr euch übrigens mal diese Website anschauen:

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Fazit

Wer nach einem erwachsenen Endzeit Roman sucht, den man ansatzweiße mit Dystopien vergleichen kann, findet soetwas nicht in Emily St. John Mandels „Das Licht der letzten Tage.“ Ich empfehle dieses Buch eher an ältere Leser weiter.
Die Handlung ist zu verwirrend und komisch, weicht auch sehr of vom Thema ab, die Charaktere sind einfach zu viel um richtig zur Geltung zu kommen und ihr Schreibstil hat für mich alles nur noch schlimmer gemacht.
Wieso gebe ich diesem Buch dann 2,5-3 Schlüssel?

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Tja, ich war überrascht wie sehr bei ihr alles zusammenhing und am Ende eine Geschichte bildete. Dazu kamen Miranda, Kirsten und Clark die die Geschichte mit ihrer Sichtweise um einiges besser gemacht haben.
Es ist schon toll, wie sie alles miteinander verbunden hat, das schaffen nicht viele und das schätze ich sehr.
(Manchmal mochte ich das Buch. Manchmal.)


Anmerkungen

Dies ipiper-logo-mobil@2x.pngst ein Rezensionsexemplar, welches ich Piper Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

 

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7 Kommentare zu „[Rezension] Das Licht der Letzten Tage [Emily St. John Mandel]

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