[Rezension] Dark Village #1 [Kjetil Johnsen]

 darkvillage1

Fakten über das Buch:

Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 269
ISBN: 978-3-423-76148-2
Preis: 9,95€
Lesezeitraum:  11/02/17 – 12/02/17


Kurzbeschreibung

Ein Ort, in dem das Böse lauert. Vier Freundinnen, so verschieden und doch unzertrennlich. Bis eine von ihnen tot aufgefunden wird. Nackt im See treibend. In Plastikfolie eingewickelt. Ermordet von jemandem, den sie kannte. (Quelle)


Cover

18192460Das Cover war wahrscheinlich der Grund warum ich überhaupt je auf diese Reihe aufmerksam geworden bin. Das war vor zwei bis drei Jahren und zu Weihnachten habe ich sie endlich bekommen. Besonders angetan bin ich immernoch von dem schwarzen Buchschnitt. Doch diese leicht schnörkelige Schrift und der Rabe (Krähe?) vorne drauf, macht auch schon etwas her. Es ist recht einfach doch ich mag es.


Handlung

Also vorab: Wer Spannung sucht ist bei diesem Buch ganz falsch.

Die vier Freundinnen Nora, Benedicte, Vilde und Trine kennen sich praktisch schon ewig und sind unzertrennlich. Sie machen alles zusammen und niemand stellt sich zwischen sie. Das gefiel mir schon irgendwo, es erinnerte mich an Pretty Little Liars.
Doch eine von ihnen wurde ermordet von jemanden den sie kannte.

rezensionswocheJetzt erwartet man natürlich auch viel Input. Hinweise, so dass man Vermutungen anstellen kann. Aber des fiel eher nicht so aus wie erwartet.
Stattdessen lernen wir jede der Protagonistinnen erst ein Mal kennen, was ja nicht schlecht ist, und lesen, was sie so über ihre Freundinnen so denken. Das ist schon sehr interessant – aber keine macht mal irgendwie den Mund auf und sagt ihre Meinung, so dass es irgendwie zu Spannungen kommen könnte und man auf Grund eines Streits auf einen Mord schließen könnte. Das war wirklich schade, denn zwischen den Freundinnen passiert so gut wie nichts.

Eine neue Lehrerin an ihrer Schule macht ihnen aber schnell das Leben schwer, denn für sie sind die Jungs der Klasse viel wichtiger wie die Mädchen. Und ja, auf sexuelle Weise. Denn die gute scheint mir doch eine Zeit lang ihr Studium durch Aufenthalte auf dem Straßenstrich finanziert zu haben. Das schlussfolgere ich zumindest aus ihrem Verhalten. Die Mädchen spionieren sie aus und finden heraus, dass sie wohl einen Freund hat und das etwas mit ihr nicht stimmt.

Dann kommt auch noch ein neuer Schüler hinzu von dem niemand etwas weiß außer, dass er ein Pflegekind ist. Und dieses Wort wird des öfteren wie ein Schimpfwort in diesem Buch missbraucht was ich gar nicht nachvollziehen kann. Dieser neue Schüler, Nick, ist also wohl ein gefährlicher Badboy der auch noch heiß ist und auf den die Gruppe sofort aufmerksam wird. Zwei von den Mädchen verlieben sich natürlich sofort in ihn und so sind Streitereien vorprogammiert. – Denkt man. Aber auch hier passiert nichts, denn die Mädchen reden gar nicht offen miteinander darüber.

So und das ist die Handlung liebe Leute. Der Alltag der Mädchen mit Partys, Schule und Sport. Und ganz viel Sex. Denn alle scheinen mir davon doch etwas zu sehr besessen zu sein. Der Autor stellt sich wohl die Jugendlichen so vor: Sie denken alle nur an Sex, lieben Alkohol und Zigaretten und verlieben sich nach fünf Sekunden Blickkontakt. Ah und sie sind am besten alle noch depressiv.
Ähm, nein, das ist zum Glück nicht so.  Aber das scheint ihm wohl niemand gesagt zu haben…

Ich weiß echt nicht was ich dazu noch sagen soll, denn vom Mord hören wir auch so gut wie gar nichts und die Spannung hat mir einfach gefehlt..


Schreibstil

Das Buch ist wechselnd aus der Sicht der vier Freundinnen erzählt und Nick geschrieben. Das macht uns leichter einen Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt der Charaktere zu bekommen. Die Sätze sind immer recht einfach und kurz, nichts besonderes. Dazu kommt noch, das Johnsen wohl gerne denken mag, dass alle Teenager nur an Sex denken und depressiv sind. Das hat irgendwie vieles für mich kaputt gemacht. Aber das musstet ihr euch ja schon oben von mir anhören…
Die Auszüge aus Liedern die am Anfang jedes Kapitels stehen waren okay, aber auch nicht immer passend


Charaktere

Ich mochte keinen einzigen der Charaktere. Das nur mal so im Vorraus. Deshalb teile ich euch hier dieses mal länger meine Gedanken zu den einzelnen Charaktern mit.

Nora– „ist unsterblich verliebt“ -, so die Beschreibung für sie am Anfang des Buches. Ja mag sein, das ist sie. Aber einen Grund dafür hat sie eigentlich gar nicht. Nick taucht einfach in der Schule als neuer Schüler auf, lächelt sie an und das war’s. Zack ist sie unsterblich verliebt. Das war so was von nicht glaubwürdig und bah. Angeblich ist sie auch noch schüchtern und denkt viel nach. Naja, nein, nicht wirklich. Sie ist naiv und weiß selbst nichts richtig mit sich anzufangen. Okay, außer Penisbilder sammeln und diese in ihrem Schrank zu verstecken und rauszuholen wenn es ihr nicht gut geht. Ist okay Nora, ist okay. Das wird schon wieder.

Benedicte– „denkt vor allem an eins: Sex“- und schon sind wir bei dem zweiten Mädchen. Die Barbie der Truppe. Tatsächlich denkt sie nicht nur an Sex. Sie hatte noch keinen und würde nur gerne welchen haben, am besten auch mit dem neuen Schüler mit dem auch sie noch kein Wort geredet hat. Er wirkt so gefährlich und unnahbar da muss man schließlich ihm seine Jungfräulichkeit schenken. Und wenn er dir dann nicht will, dann sagen wir einfach mal, er hat versucht, mich zu vergewaltigen. Ähh, ich sage jetzt nichts dazu nichts. Benedicte hat ein Problem mit ihrer Mutter, denn die schmeißt regelmäßig Pillen ein und ist eifersüchtig auf ihre Tochter. Damit Benedicte sich besser fühlt, stellt sie Bilder von sich ins Internet auf denen sie so gut wie nichts anhat.

Trine– „geht ihren Weg- komme was wolle“- yay, eine entschlossene Protagonistin! Eh, nein. Haha, so wird sie beschrieben aber in Wahrheit hat sie selbst keinen Plan was sie will. Sie will lediglich nicht ausgegrenzt werden und normal sein. Was auch immer das ist. Sie hat nette, aber langweilige, Eltern. Hat ein Hobby was ihr Spaß macht (Fussball) und ist nicht schlecht in der Schule. Sie hat Freundinnen die ihr beistehen. Aber egal wir machen jetzt einfach alles komplizierter als es ist und lassen uns in den größten Scheiß mit reinziehen , weil wir ja nicht ausgegrenzt werden wollen. Sie hat keine krassen perversen Neigungen wie ihre Freundinnen und ich finde sie ist noch mit die „Normalste“ in diesem Buch.

Vilde– „hält ihre Gefühle gut im Verborgenen“- und damit ist auch die letzte Beschreibung einer Protagonistin eine Lüge. Denn die gute Vilde kann sich so gut wie gar nicht beherschen und ist sehr impulsiv.  Auch sie ist pervers und denkt nur an Brüste und Hintern. Dabei vermute ich bei ihr auch noch ein kleines Aggressionsproblem und denke, dass auch sie nicht die Fähigkeit hat, logisch nachzudenken. Wahrscheinlich haben ihr Kettenrauchen und ihr beständiger Alkoholkonsum ihr schon einige Gehirnzellen streitig gemacht. Schade, auch sie fällt raus.


Fazit

Dieses Buch bekommt von mir 2 (gnaden) Schlüssel, da ich die Idee an sich nicht schlecht finde wohl aber die Umsetzung. Wie die Jugendlichen in diesem Buch dargestellt wurden gefiel mir überhaupt nicht und das dieses Buch wohl angeblich ein Krimi sein soll, ja, das glaube ich auch nicht. – Ich werde aber die Folgebände lesen, da sich diese bereits in meinem Besitz befinden und alle nicht sehr dick sind.

20dingens


neylakunta

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2 Gedanken zu “[Rezension] Dark Village #1 [Kjetil Johnsen]

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