[BsR#2] Booktalk satt Rezension: Turion [Teresa Kuba]

Hi! Vor einiger Zeit habe ich mich an Turion herangewagt und konnte es leider nicht beenden. Dabei war es ein Rezensionsexemplar was ich von der Autorin bekommen habe. Warum ich das nicht konnte und was mich an dem Buch so beschäftigt hat könnt ihr nun hier lesen 🙂
Achtung: Leichte Spoiler enthalten!

Clemens‘ Haare sind schwarz wie Tinte und seine Augen bernsteinfarben wie die einer Katze.
Seit die sechzehnjährige Elaina den geheimnisvollen neuen Mitschüler das erste Mal gesehen hat, fühlt sie sich auf unerklärliche Weise mit ihm verbunden. Doch wieso vermeidet er es, sie zu berühren, als hätte sie eine ansteckende Krankheit? Warum verhält er sich manchmal so sonderbar, als stamme er aus einer anderen Zeit und wohin verschwindet er dauernd?
Als Elaina seine Schulakten ausspioniert, macht sie eine unglaubliche Entdeckung und befindet sich bald in größter Gefahr…
(Quelle)

Da ich fand, dass sich die Beschreibung des Buches keineswegs schlecht anhörte habe ich mir gedacht, ich frage die Autorin, ob ich nicht ein Exemplar zur Rezension bekommen könnte. Die Bewertungen auf Goodreads sprachen auch nicht dagegen, denn dort wurde das Buch fast nur gelobt und mit einem Schnitt von 3,85 stand es ja auch nicht schlecht da, wie ich fand.

Doch schon der Anfang des Buches brachte mich durcheinander. Alles war so verworren geschrieben und ich verstand nicht ganz, was denn überhaupt los ist. Das wurde aber auch im Laufe des Buches nicht besser denn ständig fragte ich mich: Warum passiert das denn gerade? Wieso kann mir das niemand erklären?
Natürlich müssen Fragen offen bleiben, das verstehe ich ja, aber nach über 200 Ebook Seiten könnte man, meiner Meinung nach, ruhig mal einige Dinge aufklären, um bei dem Leser vielleicht Verständnis hervorzurufen. 28935622.jpg

Ah und unsere Charaktere Clemens und Elaina gehen auf ein Internat. Von dem habe ich nicht wirklich eine Ahnung wie es aussieht, wie es aufgebaut ist, wo es steht-etc. Und dabei liebe ich ja sowas. Ich meine, ich muss schließlich wissen wo genau meine Charaktere denn jetzt. Sonst klappt das meist auch nicht ganz so mit dem Film im Kopf. Das fand ich leider wirklich schade.. Aber hier versteh ich auch, warum das vielen egal ist, schließlich soll es ja nicht primär darum gehen. (Nun hege ich aber leider eine Liebe zum Detail.)

Ich konnte weder zu Elaina noch zu Clemens eine Verbindung aufbauen. Null, gar nichts. Elaina war mir einfach zu nervig, anstrengend und manchmal einfach viel zu naiv und leichtgläubig. Dann hat sie noch ziemlich heftige Stimmungsschwankungen und weiß nie so ganz, was sie denn überhaupt will. – Soll ich nun mit meinem Freund, von dem ich weiß, dass er mich liebt, zusammen sein und nett zu sein? Soll ich ihm dem Gefallen tun, da er sich Sorgen macht, weil ich mit einem gefährlichen Katzenmörder rumhänge, nicht mehr mit eben genannten zu sprechen?- Ja. Hölle ja, solltest du.
rezensionswocheAber stopp. Das ist Elaina also pff.
Denn sie hat ja eine magische Verbindung zu Clemens, (ich habe keine Ahnung was für eine, warum und wie die überhaupt entstanden ist), und er hat die Katze ja zu einem bestimmten Zweck umgebacht. Ja okay, er ist ein Arsch, aber das ist egal, denn manchmal ist er nett und behandelt Elaina nicht, als hätte sie eine ansteckende Krankehit. Da ist das okay und deshalb ist er besser wie Aleks.
Deshalb kann man ihn auch küssen und wenn es dann der vermeindliche Freund sieht und sich aufreget, dann hat man das Recht sich noch viel mehr aufzuregen und ihm Vorwürfe zu machen.
Also ihr seht schon, Sarkasmus. Die Logik fehlte mir halt einfach komplett. Dabei gehe ich ja nicht nur vom Fantasyaspekt aus sondern allein auch vom Menschlichen.

Dazu kommt noch, dass es für mich relativ langweilig war und anstrengend zu lesen. Die Dialoge waren für mich sehr schlimm und in der Schule, als ich einen ganz besonders blöden gelesen habe, bin ich regelrecht verzweifelt. Ich versuchte meinen Freunden zu erklären was denn mit diesem Buch nicht stimmt und sie fragten mich, wieso ich das überhaupt noch lese. Sie hätten es schon längst weggelegt.
Tja, es ist ein Reziexemplar und ich schätze die Arbeit jedes Autors die hinter seinem Buch sreckt. Aber was dabei herauskommt, ist nun mal etwas ganz anderes.
5o Ebookseiten hielt ich noch durch, dann war Schluss.

produkt-12466.jpgIch weiß nicht, was alle so gut an Turion finden – auch wenn mir jemand es bereits versuchte zu erklären. Ich weiß einfach nicht, was das soll. Für mich war es ein Reinfall und ich kann es auch nicht weiterempfehlen. Ihr müsst da nicht auf mich hören, ich meine, jeder außer mir scheint es ja sehr gut zu finden. Aber schlechte Kritiken müssen nun mal auch sein.

Ob ich es auf eine Stufe mit Plötzlich Banshee (Rezension hier) setze? Ich weiß nicht, aber die selbe Bewertung haben sie beide bekommen – auch wenn ich wirklich darüber nachdenke von 2 Schlüsseln auf 1,5 runterzugehen. Die Ideen sind ja gut, nur die Umsetzung, puh. Ehm, nein das sage ich jetzt nicht, das wäre nicht korrekt… Sagen wir: Sie waren nicht … gut (für mich).

20dingens

Wie gesagt, ich schätze die Arbeit jedes Autors. Aber dennoch werde ich meine Meinung, egal ob gut oder schlecht, euch mitteilen. Wie man damit umgeht, ist ja jedem selbst überlassen 😉

neylakunta

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4 Kommentare zu „[BsR#2] Booktalk satt Rezension: Turion [Teresa Kuba]

Gib deinen ab

  1. So ein Problem hatte ich neulich auch. Ich habe vom Verlag „Léon & Claire“ als Reziexemplar bekommen, es hörte sich wirklich interessant an, das Cover war schön, alle Rezensionen dazu (auch von Bloggern, deren Geschmack ich sonst meistens teile) waren total positiv, aber ich fand es … weniger als nicht gut.

    Es war mal so gar nicht spannend, nach über der Hälfte ist immer noch nichts passiert, die Protagonistin ging noch ganz normal zur Schule, es gab nur ein paar Vorfällt, die vielleicht aber vielleicht auch nicht mit der Sache zusammenhängen.

    Dazu kommt, dass wahrscheinlich sogar Rotkäppchen weniger naiv war als die dumme, dumme Claire, die einfach jeder zwielichtigen Gestalt, die in den Katakomben rumschleicht, vertraut, sich selbst in die dümmsten Situationen bringt, aus denen ich sie garantiert irgendwann nicht mehr gerettet hätte.

    Noch dazu gibt es ein sprechendes Geschichtsbuch, das sich Protagonist schimpft, der Bösewicht ist EIN SCHATTEN IN EINER KUTTE (!!!) und hat nur eine einzige Charaktereigenschaft: böse.

    Insgesamt geht es mir ähnlich wie dir: Am Ende ist man auch nicht schlauer als am Anfang, die Charaktere nerven nur, man WEIß NICHTS!

    Aber ich habe es durchgelesen, noch nie waren 475 Seiten so lang…

    Ich hinterlasse dir mal den Link zu meiner Rezension, falls du den Beweis haben möchtest, dass auch noch andere sehr, sehr frustriert und enttäuscht sind. 😉

    https://bookpalast.wordpress.com/2017/02/24/leon-claire-er-trat-aus-den-schatten/

    LG Johanna

    Gefällt 1 Person

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