[Rezension] Nerve [Jeanne Ryan]

Fakten über das Buch:

Verlag: Cbt
Seitenzahl: 315
ISBN: 978-3-570-30976-6
Preis: 9,99€
Lesezeitraum:  30/01/17 – 05/02/17


Kurzbeschreibung

Eigentlich will Vee gar nicht mitspielen bei diesem neuen Online-Spiel, bei dem man ständig neue peinliche »Challenges« bekommt, die sofort ins Netz gestellt werden. Aber um einen Jungen auf sich aufmerksam zu machen, der ihr gefällt, wagt sie es dann doch. Zumal Preise locken, denen sie nicht widerstehen kann, wie zum Beispiel die Schuhe ihrer Träume. Noch dazu sieht Ian, der ihr als Spielpartner an die Seite gestellt wird, wirklich gut aus. Erst macht es Spaß. Aber dann werden die Challenges heikler und heikler, und die Fans treiben Vee dazu, immer mehr zu riskieren. Schließlich werden Vee und Ian zusammen mit fünf anderen Spielern an einen geheimen Ort gebracht, wo die letzte Runde stattfindet. Es geht um alles oder nichts und auf einmal steht ihr Leben auf dem Spiel …(Quelle)


Cover

31680119.jpgAh wieder so ein Cover was richtig gut hätte werden können, aber leider (teils) versagt hat. Das ist, glaube ich, auch das Filmcover oder? Jedenfalls finde ich die Idee cool, dass das Mädchen vor sich die Optionen „Player“ und „Watcher“ hat, da uns das schon mal einen Hinweis auf die Story gibt. Aber ich mag das Mädchen einfach nicht 😀 Ansichtssache. Und ich mag eigentlich die Kombination von grün und pink nicht aber hier geht’s. (Ich weiß auch nicht warum ihr Gesicht so grün ist..)


Handlung

Wieder mal habe ich vorab etwas zu sagen: Die Handlung wiederholt sich immer und immer wieder, das ist aber auch der Idee hinter dem Buch gegeben.

Vee ist schüchtern und immer ganz normal und bodenständig, wie sie sich auch selbst immer und immer wieder beschreibt. Dazu ist sie noch Steinbock, was ihr sehr wichtig zu sein scheint. Warum, das weiß ich nicht, denn sie sagt nie, ob sie an so etwas glaubt. Jedenfalls reicht ihr dieses Image nicht mehr und sie möchte endlich mal etwas wagen. Natürlich möchte sie dadurch auch ihren Schwarm auf sich aufmerksam machen. Da 05kommt ihr das Spiel „Nerve“ gerade recht.
Sie will nicht direkt bei dem Spiel mitmachen, nur bei der Vorrunde, denn sie wird ja bestimmt nicht ausgewählt. Niemand schaut sich ihr Video an – zumindest denkt sie das.
Doch das Video erreicht in kurzer Zeit so viel Beliebtheit, dass sie zur Live-Challenge ausgewählt wird und für ihre Challenge die Schuhe ihrer Träume bekommt.

Wagemut gehört einfach nicht zu meinen Charaktereigenschaften. Schüchtern, fleißig, loyal… die ganzen langweiligen Steinbock-Eigenschaften: Das bin ich.

Das ist ja noch nicht viel an Story, dennoch möchte ich schon hier etwas sagen. Denn viele Punkte haben mich schon auf diesen Seiten des Buches gestört.
Vee ist sehr naiv und wirkt auf mich einfach nur dumm. Sie hat keinen wirklichen Grund bei Nerve mitzumachen, denkt nicht darüber nach, was sie eigentlich macht und denkt ständig anders über die Sachen die sie eigentlich machen will. Damit meine ich, dass sie die Challenge erst machen will, weil es ist cool und toll und alles und dann steht sie kurz davor und realisiert erstmal wie blöd es ist, sich in einem vollbesetzten Café eine Karaffe voll Wasser über den Kopf zu schütten und dabei zu sagen „Kaltes Wasser macht mich heiß.“

rezensionswocheSie muss das ja nicht machen, sie kann doch jederzeit etwas anderes machen. (Zum Beispiel ihren Schwarm einfach ansprechen und ihr Geld für die Schuhe sparen.)  Aber sie regt sich dann noch darüber auf, dass das Wasser ihre weiße Bluse durchsichtig gemacht hat. Hier wären wir bei dem Punkt „nachdenken“. Denn jeder, der einen Internetzugang besitzt, kann nun ihre Brüste bestaunen.
Doch sttat damit aufzuhören, weil die Konsequenzen so mies waren und sie sich schlecht gefühlt hat und gemerkt hat, dass es dumm war, macht Vee einfach weiter. Es ist so als würde man ihrem Kopf „Reset“ drücken und sie vergisst alles was sie gemacht hat.

Ihr merkt schon, ich habe viel an diesem kleinen Stück Story auszusetzen.
– Jedenfalls geht es dann mit den Live-Runden los und es folgen weitere Aufgaben die Vee nun aber mit ihrem Partner Ian erledigen muss.
its-just-a-gameUnd Ian ist toll und super und alles – obwohl sie kaum kennt und seine Motive schon gar nicht. (An dieser Stelle möchte ich auch bemerken, dass Vees Menschenkentniss auch sehr sehr schlecht ist. Aber das sieht sie auch ein also yay.)
Mit ihm zusammen läuft es dann besser doch Vee hat bei jeder Challenge ein schlechtes Gefühl. Sie macht trotzdem weiter denn die Preise werden immer besser und die Beobachter, also die „Watcher, sind ja auch da und da kann gar nichts schlimmes passieren. Ebenso ist es toll, von ihnen gefeiert zu werden. Da stellt man sich schon mal als Nutte an den Strich und sucht sich jemanden der einem 100€ gibt.

Sein Lächeln schwindet. „Du bist ein richtig gieriges Ding, stimmt’s?“
Ich streiche mir mit der Hand über die Hüfte. „Aber ich bin auch bereit, dafür hart zu arbeiten.“

Doch Vee wird schnell klar, dass nicht alles nur ein Spiel ist, denn anscheinend kann nur einer Nerve gewinnen, während die anderen sterben müssen..
(Mehr kann ich nicht sagen, sonst ist ja alles gespoilert <3)

Tatsächlich mag ich Idee. Nur die Umsetzung und die Besetzung der Charaktere war mehr als schlecht und ich konnte mich nicht entscheiden ob ich lachen oder weinen soll. (Ah das Ende war auch mega doof.)


Schreibstil

Der Schreibstil hat mir gar nicht gefallen. Ich glaube, das lag daran, dass das Buch aus Vees Sicht geschrieben wurde. Denn ihre Gedankengänge waren mehr als fragwürdig und haben meinen Lesefluss sehr gestört und manchmal musste ich das Buch weglegen, weil es mir einfach zu viel, entschuldigt, Dummheit war.  Sehr kreativ war es auch nicht, also meh. Wäre das Buch aus der Sicht des Beobachters geschrieben, hätte der Schreibstil bestimmt mehr punkten können. Schade an dieser Stelle.


Charaktere

10.gifAlso ich denke, ich hab mich zu Vee oben schon genug geäußert, da sich das einfach so perfekt ergänzt hat. Ich möchte hier auch nichts vorwegnehmen.
Aber Vee hat wohl auch noch ein ganz großes Geheimnis, was so schlimm ist, dass ihr ihre Eltern nicht mehr vertrauen und es keiner erfahren darf. Sie macht darau ein ziemliches großen Drama was ich nicht wirklich nachvollziehen kann. Das ist echt schade, denn auch da hätte man wirklich etwas drauß machen können.
Für mich ist Vee an sich einfach dumm, naiv und unentschlossen. Sie hat kaum eine Eigenschaft die für sie spricht, außer dass sie manchmal ihre hellen Momente hat und ihr einfällt, was sie eigentlich macht. Aber die sind auch ziemlich schnell wieder vorbei.


Fazit

Ich weiß gerade nicht ganz, warum ich diesem Buch überhaupt 1,5 Schlüssel gebe. Ich meine, ich hab gar nichts gutes gefunden. Wahrscheinlich liegt das an der Idee der Autorin die nur leider sehr schlecht umgesetzt wurde. Weder Charakter, noch Plot, noch Schreibstil konnten mich auch nur ansatzweiße überzeugen. Schade!

1,5dingens.jpg


Anmerkungen

Zu Nerve gibt es ja auch einen Film. Zwei meiner Freundinnen haben ihn gesehen und davon geschwärmt und als ich ihnen erzählte, was im Buch denn vorkommt, meinten sie, im Film sei alles ganz anders und der Film sei viel besser. Den wollte ich tatsächlich auch noch sehen und das werde ich auch in absehbarer Zeit tun, denn ich möchte für euch einen Buch-Film-Vergleich machen 🙂
Auch habe ich eine sehr schlechte Rezension zu Nerve gelesen bevor ich es gelesen habe und tatsächlich kann ich da, fast allen, zustimmen die eine schlechte Rezension zu diesem Buch schreiben, denn ich finde ja auch nichst gutes..

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich über das Bloggerportal vom Cbt Verlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber. (Read-to-Review Basis.)

NeylaKunta.jpg

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