[Rezension] Der Prinz der Elfen [Holly Black]

Der Prinz Der Elfen sollte mein erstes Buch werden, bei dem es um Elfen geht, denn ich habe noch nie eines gelesen. Dass Jessi es auch angefragt hat, brachte mich schließlich dazu, es mit ihr zu lesen, und Welt der Elfen eine Chance zu geben. Nur brach sie es ab, und ich kann sie da wirklich verstehen. Vielleicht sind Elfen gar nichts für mich. (Attention. Unpopular opinion ahead.)

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Fakten über das Buch

Verlag: cbt
Seitenzahl: 410
ISBN: 978-3-570-16409-9
Preis: 16,99€ (Hardcover)


Kurzbeschreibung

Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen … (Quelle)

Cover

420_16409_176189_xxl.jpgIch bin kein Fan von dem Cover. Um ehrlich zu sein, weiß ich gar nicht, wie ich es interperetieren soll. Also da ist ein Mädchen und ein Junge, die beide zu alt sind um zu den Protagonisten zu passen. Dann kommt auch noch der Wald irgendwie aus dem Umhang von dem Jungen und dort steht das Mädchen drin und…waaas. Aber ich finde es besser wie das englische, immerhin! 😀


Handlung

Alles dreht sich um die beiden Geschwister Ben und Hazel die in einem Ort namens Fairfold aufwachsen, der nahe einem Wald liegt, in dem das kleine Volk (also die Elfen) lebt. In diesem Wald liegt ein Junge in einem verglasten Sarg und ist die Touristenattraktion schlecht hin. Dabei werden von Holly Black moderne Elementen mit dem Fantastischen vermischt – und das sagte mir mal so gar nicht zu. Betrunkene Mädchen die auf dem Sarg tanzen und sich daran reiben – ach ist das nicht magisch. Zudem hatte ich mir erhofft, dass die magischen Wesen etwas mehr beschrieben werden als nur in ein zwei Sätzen, wenn sie wohl das Leben der Einheimischen schon so sehr beeinflussen.

Zurück zu Ben und Hazel, denn die beiden sind nicht wirklich normale Teenager. Schon als Kinder machte Hazel mit ihrem großen Bruder Ben an der Seite, Jagd auf Elfen im Wald, in den sie eigentlich gar nicht gehen sollte.
Und dieses Jagen, als Kinder, war das erste von einer Reihen von Ereignissen und Begebenheiten, die mir das Buch versauten.

Welches sechs Jahre alte Kind rennt mit einem Schwert durch die Gegend und schlachtet Elfen zusammen mit ihrem Bruder ab? Hazel wurde hier von Holly Black beschrieben als wäre sie eine Erwachsene, bei der es durchaus plausibler gewesen wäre. Laut der Autorin sind die Elfen auch alle grausam und böse – wieso hat dann niemand Hazel getötet, als sie den ersten Elfen umbrachte?

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Da möchte ich doch auch gleich auf die Kämpfe zusprechen kommen, die im ganzen Buch sattfinden. Diese waren auch mehr als unrealistisch, denn wenn man schon fünf Hiebe in den Bauch abbekommen hat, dann kann man nun mal nicht weiterkämpfen, als wäre nichts passiert und man wäre ein Übermensch.  Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen, auch alles andere nicht.

Und als letzten Punkt möchte ich noch auf den Prinzen zu sprechen kommen. Da das ganze Buch bis zu dem Punkt, an dem er aufwacht, total langweilig war (also gute 150 Seiten), dachte ich, juhu, es passiert was, ich muss nicht abbrechen! Gott, war ich dumm. Ich dachte er nimmt eine größere Rolle in dem Buch ein und wirbelt vieles auf und und und – aber nein. Er ist halt da und aufgewacht, aber immerhin bekommen wir es nun so mehr mit den Elfen zu tun, die auch nicht gerade viel machen.


Schreibstil

Holly Blacks Schreibstil konnte mich überhaupt nicht in ihren Bann ziehen außer als ich in der Mitte des Buches beschloss, nicht mehr über den Inhalt nachzudenken, sondern es einfach nur noch zu lesen. Da ging es dann plötzlich.
Sie beschrieb sehr viele Zeitsprünge ohne diese zu kennzeichnen, was es einem schwer machte, dem Verlauf der Handlung zu folgen. Zudem empfand ich rein gar nichts beim Lesen, denn Frau Black schaffte es nicht, Spannung aufzubauen oder mir die Charaktere näher zu bringen. (Ich brauchte gut und gerne eine Woche für die letzten 60 Seiten.)
Übrigens baute sie auch noch kleine Rätsel auf die dann alle plötzlich gelöst werden sollten und wohl einen Plottwist erzeugen sollte, leider funktionierte dies nicht wirklich.


Charaktere

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Hazel war mir ein großes Problem, denn ungefähr die Hälfte des Buches verhielt sie sich wie ein Flittchen und kümmerte sich gar nicht um ihre Taten. Sie küsst einfach jeden, pups egal ob dieser jemand sie wirklich mag oder wirklich etwas von ihr will. Für sie, sind es einfach nur Objekte der Begierde. Zudem kommt dann noch der Sinneswandel als es urplötzlich mit einer total komischen, nicht nachvollziehbaren Liebesgeschichte losgeht, die einfach so beginnt, wahrscheinlich nur, um da zu sein.
Sie verhält sich zudem so als hätte sie schon als erlebt und die Lebenserfahrung einer achtzigjährigen Frau, die sie nun mal einfach nicht hat, denn sie ist 16 (!). Ebenso hat sie im Laufe des Buches viele dumme Entscheidungen getroffen, die sie sich nicht einmal selbst begründen konnte und ich wusste dann auch nichts mehr mit ihr anzufangen.

Die Nebencharaktere (alias Ben, Jack und der Prinz) waren für mich auch farblos und ich empfand bei ihren Handlungen gar nichts. Zunächst dachte ich noch Ben und Jack wären klug und würden Hazel von ihrem hohen Ross runterholen, doch sie setzten sie auf einen Thron.
Der Prinz war zunächst, auf ungefähr zehn Seiten, eine dunkle Figur und ich erfreute mich daran. „Ja! Ein dunkler Prinz der so ganz anders als in den Märchen ist!“ Nun ja, nach den eben besagten zehn Seiten legte auch er eine 180 Grad Kehrtwende ein.


Fazit

Da Prinz der Elfen mein erstes Elfenbuch war, war ich argwöhnisch wie es werden würde. Holly Black versaute es mir, um ehrlich zu sein. (Ich glaube auch, ich habe ein bisschen Zeit verschwendet, in dem Versuch, es zu beenden.) Die Charaktere waren alle ziemliche Kartoffeln und ihr Schreibstil war emotionslos und sollte märchenhaft wirken, was er leider nicht tat. Spannung fand ich leider auch nicht vor und die Elfen die sich suchte, waren nicht wirklich vorhanden. Ich gebe diesem Buch 1 1/2 Schlüssel und es gehört für mich in die Kategorie „Danke, aber nein danke.“

1,5dingens

 


Anmerkungen

Dies ist ein Rezensionsexemplar, welches ich CbtVerlag erhalten habe. Als Gegenleistung lese ich das erhaltene Buch und veröffentliche eine Rezension darüber (Read-to-Review Basis). Diese Gratislesitung beeinflusst nie meine Meinung.


Weitere Rezensionen

Da es so viele von diesem Buch gibt, habe ich nur einige zitiert.

  • Es kann sein, dass die zweite Hälfte des Buches besser ist als die erste, nur werde ich das nie erfahren, da mich schon die erste Hälfte nicht überzeugen konnte. Der Schreibstil und auch die Erzählweise waren einfach nicht meins, auch wenn sich die Geschichte toll angehört hat. (xobooksheaven. Ein Auszug.)

  • Alles in allem war ich sehr begeistert von Der Prinz der Elfen und obwohl es ein Einzelband ist, würde ich mir mehr von der Geschichte wünschen. Sie ist zwar in sich abgeschlossen, aber diese Welt ist so voller Magie, Spannung und Wildheit, dass man einfach mehr davon will! (Kat from Minas Morgul. Fazit.)

  • Das Ende fand ich passend und so komisch es auch klingen mag, endlich einmal ein Buch, mit einem abgeschlossenen Ende, ohne Cliffhanger oder einem zweiten Band, auf welchen man ewig warten muss. Wer auf der Suche nach einem guten Buch für zwischendurch ist, sollte sich dieses Exemplar definitiv kaufen 🙂(Ney Wonderland. Ein Auszug.)

  • In der zweiten Hälfte haben sich die Ereignisse überschlagen und wirkten dadurch nicht so dramatisch und spannend, wie sie hätten sein können. Zudem war mir die Auflösung am Ende zu erzwungen und unlogisch und das Ende an sich war auch nicht so meins. Aber da mir die Idee an sich gefallen hat und Holly Black so geniale Horrorwesen erschaffen kann (und ich sowieso ein Elfen Fan bin 😉 ) gibt es dann doch (weiter geht’s auf Bücherkreisel. Fazit.)

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2 Kommentare zu „[Rezension] Der Prinz der Elfen [Holly Black]

Gib deinen ab

  1. Vielen Dank fürs erwähnen 😉 Ich lese normalerweise sehr gerne Fantasybücher mit Elfen, aber das Buch war wirklich nichts… Versuch ein anderes Buch der Elfenwelt, da gibt es durchaus spannendere 🙂

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